18.09.2012
FERALPI feiert 20. Geburtstag

Riesaer erleben Industrie und Kultur zum Jubiläum

 

Riesa, 18. September 2012. Mit einer großen Party für Riesas Bürger feiert FERALPI STAHL Geburtstag. Vor zwei Jahrzehnten gingen die Elbe-Stahlwerke Feralpi (ESF) auf dem Gelände des ehemaligen Stahl- und Walzwerkes Riesa in Betrieb. Dank der Investitionen aus Italien fand die damals beinahe verloren geglaubte, fast 150-jährige Tradition des Stahlkochens in Riesa ihre Fortsetzung.
Bereits 1843 hatten die Gebrüder Schönberg ein Eisenhammerwerk errichtet, das sich in beinahe eineinhalb Jahrhunderten zu einem metallurgischen Großbetrieb mit über 12.000 Beschäftigten entwickelte. Im Zuge der gesellschaftlichen Wandlungen in der ehemaligen DDR wurde der  nach dem letzten Abstich am 6. September 1991 stillgelegt und anschließend die Demontage eingeleitet. Gründe lagen im Zusammenbruch der angestammten Märkte in Osteuropa, mangelnder Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der hohen Produktionskosten und den negativen Auswirkungen des mitten in der Stadt rund  75 Hektar belegenden Industriekomplexes auf Mensch und Umwelt. 

Heute ein wettbewerbsfähiger Standort

Heute arbeiten am Riesaer Standort neben ESF die EDF Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH, die  Feralpi Stahlhandel GmbH sowie die Feralpi Logistik GmbH. Sie beschäftigen 550 Mitarbeiter, die jährlich  1.000.000 Tonnen Stahl produzieren, zu verschiedenen Baustahlprodukten weiterverarbeiten und vertreiben.  Von hier aus werden auch die Töchterfirmen Feralpi-Praha s.r.o. in Kalupy nad Vltavou (Tschechische Republik) und Feralpi-Hungaria Kft.  in Csepel (Ungarn) geführt. Seit 2008 agieren alle sechs Firmen unter der Marke FERALPI STAHL auf den Märkten in Europa als wichtiger Partner der Bauindustrie, 90 Prozent der Abnehmer sind Stammkunden.
 
Getreu dem Leitgedanken des Gründers der Feralpi-Gruppe, Carlo Nicola Pasini (1924-1983) „Produzieren und Wachsen mit Respekt vor Mensch und Umwelt“ orientiert FERALPI STAHL auf Nachhaltigkeit sowie Ressourcen und die Umwelt schonende Produktion. Der Stahl wird im Elektrolichtbogenofen aus Schrott geschmolzen, ein bedeutender Beitrag im Recycling-Kreislauf. Die Verfahrenstechnik unterliegt in Zusammenarbeit mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen der stetigen Verbesserung. Seit 1992 wurden 261 Millionen Euro in Maschinen und Ausrüstungen investiert, ein Großteil davon in den Schutz von Mensch und Umwelt.  Riesaer Stahl wurde im neuen Berliner Flughafen „Willi Brandt“  verbaut, ebenso in der Brücke, die seit wenigen Monaten bei Cossebaude über die Elbe führt und in der Waldschlösschenbrücke. Aber auch große Montage- und Industriehallen sowie Supermärkte werden mit Feralpi-Stahl bewährt,  selbst ICE fahren auf Trassen, 
in denen FERALPI-Produkte stecken. 

Seit 1997 werden junge Menschen in technisch-gewerblichen Berufen ausgebildet, 150 bestanden ihre Abschlussprüfungen erfolgreich und wurden als Facharbeiter übernommen. Besonderes Augenmerk widmet FERALPI STAHL dem sozialen, kulturellen und sportlichen Engagement in der Region. Eine Vielzahl von Freizeitsportlern, kulturellen Höhepunkten und sozialen Initiativen genießen finanzielle bzw.  immaterielle Unterstützung.

Vielfältiges Programm zum Geburtstag

Das können Besucher der Geburtstagsparty am  25. September 2012 zwischen 9 und 16 Uhr hautnah kennenlernen und miterleben. Stündlich finden Führungen durch die Produktion statt, die vom Schrottplatz über Lichtbogenofen, Abgießpfanne, Stranggussanlage, Walzwerk bis hin zum Walzdraht den kompletten Fertigungsprozess nachzeichnen. 

Vorab ehrt der Präsident der FERALPI-Gruppe, Guiseppe Pasini, Mitarbeiter für ihre 20-jährige Firmenzugehörigkeit und dankt Schülern des Städtischen Gymnasiums Riesa. Sie hatten ein Bild gemalt, das jetzt – vergrößert ausgedruckt – 84 Meter lang und sieben Meter hoch den Kühlturm auf dem Firmengelände schmückt und anlässlich des Geburtstages offiziell eingeweiht wird.
Dazu gibt es viel Musik verschiedener Epochen von der Klassik bis zur Moderne. Sie wird vom Bläserensemble Riesa, einem Jugendorchester, dem  Chor des Heimatvereins Jacobsthal und der Jazzband der Elblandphilharmonie dargeboten. Gitarrenklänge vom Feinsten steuert der Musiker, Komponist und Produzent Reentko bei, der schon Musik für die Semperoper und Künstler des Cirque du Solails schrieb und an diesem Tag zwei Mal mit einem 45-Minuten-
Programm auftritt.  

Weitere Attraktionen für die Besucher sind ein Kran, der Interessenten in 50 bis 60 Meter Höhe hievt und somit einen kompletten Rundblick über den Stadtteil Gröba Preis gibt sowie Rundfahrten mit der Stadtbahn „Stahlmax“ über das Werksgelände.

Und auch für die Jüngsten ist gesorgt. Sie können sich mit Helium gefüllten Luftballons, bei Spielen und kreativer Betätigung für Jung und Alt oder an einer großen Malwand tummeln.

Werksleiter Frank-Jürgen Schaefer freut sich auf viele Gäste an diesem Tag. »Ausschlaggebend für Feralpi, letztlich in Riesa zu investieren, waren die  gut ausgebildeten Fachleute hier. Sie kannten sich mit dem Kochen und Walzen von Stahl aus. Und auch die Riesaer Bevölkerung war mit der Stahlproduktion damals schon lange verbunden. Wir setzen das in Zukunft fort und wollen deshalb gemeinsam feiern.«

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer
Prokurist / Werksdirektor
T  +49 (0) 3525  749-100
M +49 (0) 171  3622930
frank.schaefer@feralpi.de