15.10.2009
Feralpi Riesa in Nachfragekrise

Beinahe jeder achte Arbeitsplatz am Stahl-Standort betroffen

 

Riesa, 15. Oktober 2009. Die Krise und saisonbedingt sinkende Nachfrage nach Baustahl treffen jetzt auch Feralpi Stahl in Riesa. Um den Standort als Ganzes zu erhalten, müssen jetzt betriebsbedingte Kündigungen vorgenommen werden, teilte Werkleiter Frank-Jürgen Schaefer heute bei Betriebsversammlungen im Stahl- und im Drahtwerk mit. In beiden Betrieben ist beinahe jeder achte Arbeitsplatz betroffen, insgesamt verlieren 80 Mitarbeiter ihren Job.

 

„Der Nachfragerückgang in Folge der Krise ist größer als erwartet und trifft jetzt auch noch auf den saisonbedingten Knick wegen geringer Bestellungen aus dem Hochbau“, so Frank-Jürgen Schaefer. Deshalb werde jetzt auch die Kurzarbeit vom Drahtwerk auf die Stahlproduktion ausgeweitet.

 

Betriebsratsvorsitzender Maik Paul erklärte, die Belegschaftsvertreter machen sich jetzt stark für sozialverträgliche Lösungen. „Da sehen wir im Management aber einen durchaus fairen Partner, der seine soziale Verantwortung kennt.“

 

International erholt sich die Branche nach neuesten Angaben, ausgenommen davon sind Sparten wie die Produktion von Bewehrungsstählen für das Bauwesen. Experten meinen, hier lasse der Aufschwung noch längere Zeit auf sich warten. An den italienischen Standorten der Feralpi-Gruppe war die Produktion mit Folgen für die Belegschaften bereits seit April um mehr als 35 Prozent gedrosselt worden.

 

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Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer
Prokurist / Werksdirektor 
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