01.07.2009
Feralpi Stahl: Zweifel an objektiver Information für Riesaer Bürger

Unternehmen nicht zu BUND-„Fachtagung“ eingeladen

 

Riesa, 21. Mai 2009. Das Management und der Betriebsrat von Feralpi Stahl in Riesa sind nicht eingeladen zur so genannten Fachtagung „Gesundheitsrisiken in Riesa“, die von der Regionalgruppe des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. am Wochenende veranstaltet wird. „Wir bedauern das sehr“, erklärte Werkleiter Frank Jürgen Schaefer am Mittwoch. „Und wir alle haben ernsthafte Zweifel, dass eine objektive Information der Bürger erfolgen kann, wenn nur einseitig und von erklärten Gegnern der Stahlindustrie in Riesa über Umweltfragen diskutiert wird.“ Schaefer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das gesamte Entstaubungssystem der ESF durch Aufzeichnung und Überwachung aller relevanten Prozessparameter permanent und natürlich auch online durch die Behörden überwacht wird. Ein Anschluss an die behördliche Emissionsfernüberwachung (EFÜ) ist eingerichtet. Regelmäßig werden alle Anlagen auf ihre ordnungsgemäße Funktion überprüft.

„Die Behauptung, Messergebnisse seien manipuliert oder bewusst an den falschen Stellen in Riesa gewonnen worden, werden durch ständige Wiederholungen seitens einiger BUND-Funktionäre nicht glaubwürdiger.“ Zudem würden die Anstrengungen des Unternehmens für noch besseren Schutz von Leben und Umwelt in den vergangenen drei Jahren vollständig ignoriert. Durch die in Riesa installierte Technik der Abgasreinigung in Verbindung mit der Zudosierung von Aktivkohle setzt die ESF Elbe–Stahlwerke Feralpi GmbH innerhalb der Stahlindustrie neue technische Maßstäbe und soll in das europaweite Referenzdokument zur bestverfügbaren Technik (BREF) für die Eisen- und Stahlproduktion im Rahmen der Arbeit des EIPPC-Büros (European Integrated Pollution Prevention and Control) in Sevilla aufgenommen werden.

„Es ist uns gelungen, die Emissionsfrachten an Stäuben, Schwermetallen, organischen Schadstoffen und Dioxinen/Furanen trotz deutlich gewachsener Produktion um insgesamt über 70 Prozent zu reduzieren, beispielsweise bei Dioxinen / Furanen auf nur noch 10 bis 15 Prozent des strengen gesetzlichen Grenzwertes von 0,1 ng/m³ “, erklärt der Werkleiter weiter.

Die Belegschaft von Feralpi Stahl sieht in den Äußerungen des BUND eine zielgerichtete „Panikmache und das bewusste Schüren von Ängsten bei Anwohnern und allen Einwohnern von Riesa“.

„Bedauerlich ist, dass der BUND mit uns gar nicht reden will,“ so Schaefer weiter. Kurz nach deren Gründung hatte Feralpi Stahl die Regionalgruppe Riesa in das Unternehmen eingeladen, um von Beginn an auf eine offene und sachliche Beziehung zu orientieren. „Diese Einladung wurde bisher nicht wahr genommen,“ bedauert der Werkleiter.

„Trotz des bisher Erreichten wird es auch in den kommenden Jahren noch einiges zu tun geben. Geplant sind eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Umweltsituation am Standort im Hinblick auf Lärmschutz und Staubreduktion noch weiter verbessern“, führt Schaefer aus.

Feralpi Stahl beschäftigt in vier Firmen in Riesa rund 610 Mitarbeiter und produziert jährlich zirka 950.000 Tonnen Stahl aus Schrott. Damit ist das Unternehmen ein wichtiger Teil des Recyclingkreislaufes. Der Stahl wird unter anderem zu Produkten für Betonelemente des Hoch- und Tiefbaus weiterverarbeitet.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer
Prokurist / Werksdirektor EDF Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH
Gröbaer Straße 1
01591 Riesa  
Tel.: +49 (0) 3525 749-100
Fax: +49 (0) 3525 749-109
Mobil: +49 (0) 171 3688930 
E-Mail: Frank Schaefer