Geschäftlicher Erfolg mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt
FERALPI STAHL veröffentlicht Nachhaltigkeitsbilanz 2013/2014

Riesa, 5. November 2015. FERALPI STAHL schärft sein Profil als regional verantwortungsbewusstes Unternehmen: Im Rahmen der Nachhaltigkeitsbilanz des gleichnamig international tätigen italienischen Konzerns veröffentlicht der Stahlhersteller heute seine Ergebnisse für die Geschäftsjahre 2013/2014. Werksdirektor Frank Jürgen Schaefer betonte in Riesa: „Umweltfreundliches Arbeiten und nachhaltiges Wirtschaften sind unsere Unternehmensphilosophie und haben höchste Priorität am Standort Riesa."

Mit der insgesamt sechsten Nachhaltigkeitsbilanz erneuert der Konzern seine Verpflichtung, alles daran zu setzen, die energie- und emissionsintensiven Produktionsprozesse mit den vielfältigen Interessen der unterschiedlichen Beteiligten in Einklang zu bringen. Die Nachhaltigkeitsbilanz ist ein Fazit über das unternehmerisch nachhaltige Handeln der FERALPI Holding. Der Standort Riesa nimmt dort einen wesentlichen Teil ein. Insbesondere dem Umweltschutz gilt höchste Priorität. Auch Themen wie Ausbildung, soziale Projekte und die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens wurden in der Bilanz beleuchtet. Die aktuelle Bilanz wurde von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt.

Priorität Nummer eins: Schutz der Umwelt
Im Rahmen des Umweltschutzes wurde bei der ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH im Jahr 2013 weiter an der Forschung und Anwendung modernster Technologien zur Verringerung der Emissionen gearbeitet, obwohl diese schon weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Meilensteine sind hierbei etwa die EMAS-Zertifizierung (Eco Management and Audit Scheme), die höchste Anerkennung unter den Umweltzertifizierungen. Das Gütesiegel würdigt die Einhaltung bzw. Unterschreitung der gesetzlichen Normen, beispielsweise für Schadstoffemissionen und Lärm sowie kontinuierliche Verbesserungen im Umwelt- und Gesundheitsschutz im Berichtszeitraum. 2015 wurde FERALPI STAHL erfolgreich EMAS-revalidiert. Nur ein weiterer Stahlhersteller in Deutschland kann das Gütesiegel ebenfalls vorweisen.
Auch der Rückblick auf die vergangenen drei Jahre seit der EMAS-Erstzertifizierung 2012 fällt durchweg positiv aus: Sowohl bei Rohstoffverbrauch als auch Abfallmengen und Energieverbrauch wurden signifikante Verbesserungen erzielt. So konnte der spezifische Stromverbrauch seit 2012 für FERALPI STAHL um 14 Prozent reduziert werden. Der spezifische Einsatz von Rohstoffen sank 2014 im Vergleich zu 2008 um 15 Prozent. Der spezifische Wasserverbrauch konnte durch konsequente Mehrfachnutzung um über 20 Prozent von 1,03 m3/t Fertigprodukt in 2008 auf 0,81 m3/t Fertigprodukt in 2014 reduziert werden. Das spezifische Abfallaufkommen der FERALPI-STAHL in Riesa nahm seit 2008 um 16 Prozent ab.
Im Jahr 2013 ging die innovative Anlage zur Abwärmedampferzeugung in Kooperation mit den Stadtwerken Riesa in Betrieb. Dabei wird entstehende Abwärme aus der Stahlerzeugung zur Dampferzeugung genutzt und damit massiv CO2, eingespart. Pro Stunde werden so circa 30 Tonnen Dampf erzeugt. Bis zu zehn Tonnen pro Stunde davon werden über eine Dampftrasse zu den Stadtwerken Riesa und anschließend zum Reifenwerk in die Reifenproduktion weitergeleitet. Zusätzlich wird aus circa 20 Tonnen Dampf pro Stunde in einer Turbine Elektroenergie für den Eigenbedarf erzeugt. FERALPI STAHL sowie die Stadtwerke gewannen für diese Innovation gemeinsam den Sächsischen Umweltpreis im Jahr 2013.
Als weitere Erfolge im Umweltschutz benennt die Nachhaltigkeitsbilanz die regelmäßige Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 sowie die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001. FERALPI STAHL erfüllt damit die höchstmöglichen europäischen Umweltstandards.
Für das Geschäftsjahr 2014 weist die Bilanz eine Gesamtnettowertschöpfung für FERALPI STAHL von 56,68 Millionen Euro aus. Dies entspricht einem Zuwachs um 53,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus erholte sich die Beschäftigungssituation, die qualifizierte Ausbildung von Fachkräften im eigenen Unternehmen wird weiter forciert (jährlich zehn bis 15 neue Auszubildende).

Auf Nummer sicher: FERALPI STAHL investiert in Arbeitsschutz
Dem Bereich Sicherheit der Mitarbeiter und Arbeitsschutz widmete sich FERALPI STAHL erfolgreich mit Intensivkursen und Lehrgängen für Auszubildende, etwa zum sicheren Führen von Staplern, Kran- und Baggerfahrzeugen, in Gasmesstechnik und Erster Hilfe sowie Verbesserungen der Anlagensicherheit. 2014 startete ein Projekt zur Schalldämmung des Shredders durch Einbau von Trennwänden und Schiebetoren. Des Weiteren wurde die Elektroinstallation der Entstaubungsanlage angepasst, um die Reaktionszeit zu verbessern und den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren.

Transparent und kreativ: Kommunikation von FERALPI STAHL
Gegenstand der Nachhaltigkeitsbilanz ist ebenso die regelmäßige, repräsentative Meinungsumfrage von FERALPI STAHL unter den Einwohnern Riesas und der Umgebung. Im Ergebnis zeigt die Untersuchung aus April 2015 ein positives Image des Unternehmens und seiner Aktivitäten in Bezug auf die Umwelt. Der Großteil der Befragten fühlt sich weder vom Lärm noch von einer Verkehrsbelastung gestört. Vier von fünf Befragten vertrauen FERALPI STAHL in Sachen Umweltschutz bereits jetzt. Und: Wer das Unternehmen einmal besucht hat, etwa beim Tag der offenen Tür oder zu einer Werksführung, bewertet es konsequent positiver. Dasselbe gilt für alle Befragten, die einen Mitarbeiter am Standort Riesa kennen.
Zur anhaltend transparenten Kommunikation in Riesa und darüber hinaus trägt seit heute auch ein anschaulicher Kurzfilm bei. Das Video mit den sympathischen Protagonisten Paul und Franz macht anhand von leicht verständlichen Comic-Zeichnungen FERALPI STAHLs Umweltengagement deutlich.
Weitere wichtige Bausteine zur positiven öffentlichen Wahrnehmung in Sachen Umweltschutz und soziales Engagement sind die langjährigen Sponsoring-Aktivitäten des Unternehmens. So unterstützt FERALPI STAHL die Jugendarbeit im Riesaer Stadtteil Gröba, fördert die Fußballakademie Riesa und macht sich für die Elbland-Philharmonie stark.

Die Nachhaltigkeitsbilanz sowie der Kurzfilm sind im Internet unter der Rubrik Presse im Bereich Downloads oder unter https://www.youtube.com/watch?v=7r3q7Fd11pE abrufbar.

Über FERALPI STAHL
FERALPI STAHL beschäftigt aktuell in den vier Firmen am Standort Riesa, ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH, EDF Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH, Feralpi Stahlhandel GmbH und Feralpi-Logistik GmbH, 638 Mitarbeiter, davon 29 Auszubildende. Zur Dachmarke FERALPI STAHL zählen ebenso die beiden Firmen Feralpi Hungaria Kft. in Csepel, Ungarn sowie Feralpi-Praha S.r.o. in Kralupy, Tschechien. FERALPI STAHL gehört zu den zwölf größten Stahlproduzenten in Deutschland. Jährlich werden bis zu einer Million Tonnen Stahl aus Schrott hergestellt. Damit ist das Unternehmen ein wichtiger Teil des Recyclingkreislaufes. Der Stahl wird unter anderem zu Produkten für Betonelemente des Hoch- und Tiefbaus in Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa weiterverarbeitet.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen
Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer
Prokurist / Werksdirektor
Tel.: 03525 749-100
frank.schaefer@feralpi.de