26.11.2014
Weg zu einem der saubersten und energieeffizientesten Stahlwerke frei

FERALPI STAHL erhält von der Landesdirektion Sachsen
Genehmigung für umwelt- und verfahrenstechnische
Modernisierungen und Kapazitätserweiterung

Die Landesdirektion Sachsen hat heute die von FERALPI STAHL geplanten Modernisierungsmaßnahmen am Standort Riesa offiziell genehmigt. Damit ist der Weg frei, das Werk zukünftig zu einem der saubersten Unternehmen der Stahlbranche weltweit zu machen.


Im Fokus stehen Maßnahmen rund um das Thema Energieeffizienz und Umweltschutz, mit denen Feralpi Maßstäbe in der Riege der Stahlkocher und -verarbeiter setzen wird. Des Weiteren soll die Produktionskapazität um 40 Prozent, auf bis zu 1,4 Millionen Tonnen Stahl im Jahr, steigen. Dank der Nutzung von Technologien, die der weltweit »Besten Verfügbaren Technik« (BVT) entsprechen, wird gleichzeitig die gewünschte CO2-Reduktion erreicht. Selbst bei voller Auslastung wird dann kaum mehr Energie gebraucht als bisher. „Mit den geplanten Neuerungen sparen wir dann sogar bis zu 25 Prozent unseres Verbrauchs an Energie wie Strom und Erdgas. Der klimaschädliche Ausstoß von Kohlendioxid sinkt deutlich", bekräftigt Frank Jürgen Schaefer, Werksdirektor der ESF Elbe-Stahlwerke GmbH das Vorhaben. Möglich wird dies durch die Inbetriebnahme eines neuen Schmelzofens sowie der besseren Verknüpfung von Stahl- und Walzwerk. Die dort bislang weitestgehend getrennt ablaufenden Prozesse werden nun so miteinander verbunden, dass sich die Massen- und Energiebilanz trotz der höheren Kapazität deutlich verbessert. Ein neuer Schmelzofen, der nach dem sogenannten Consteel-System arbeiten wird, verspricht eine wirtschaftlichere Produktion. Der Energieeinsatz pro Tonne Stahl wird um ein Viertel gesenkt, der CO2-Ausstoß pro Tonne kann sogar um 30 Prozent verringert werden. Auch auf die Arbeitsbedingungen für die derzeit 600 Mitarbeiter wirken sich die Innovationen positiv aus.


Den Antrag hatte der Stahlhersteller bereits im Februar 2012 bei der Landesdirektion Sachsen eingereicht und bis März dieses Jahres stetig durch detaillierte Gutachten untermauert. „Wir haben insbesondere unsere Umweltschutzmaßnahmen immer wieder auf den Prüfstand gestellt und mittlerweile eine Untersuchungstiefe erreicht wie kein anderes Stahlwerk in Deutschland", so Mathias Schreiber, Leiter Umweltschutz bei Feralpi.


Insgesamt drei Jahre investierte der Stahlproduzent in die Vorbereitung und hängt die Messlatte für zukünftige Genehmigungsverfahren nach BImSchG hoch. Belegschaft und Betriebsrat freuen sich über die nun erteilte Änderungsgenehmigung. „Sie ist zukunftsweisend und sichert unsere Arbeitsplätze", ergänzt Maik Paul, Vorsitzender des Betriebsrates.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer
Prokurist / Werksdirektor
Tel.: 03525 749-100
info@feralpi.de