Feralpi Stahl- Umwelt- maßnahmen

Weit unter Grenzwert.

Natürlich wird unsere Stahlproduktion streng überwacht. Vor allem die Einhaltung der gesetzlich fixierten Grenzwerte wird penibel kontrolliert. Für die konstante Beobachtung der Emissionen wurde an beiden Kaminen unseres Stahlwerkes moderne Computertechnik installiert. Seit Oktober 2007 ermöglicht sie den Kontrollbehörden den permanenten Einblick in die Emissionswerte. Auch hier kommt eine innovative Lösung zum Einsatz – die Emissionsfernüberwachung (EFÜ).

 

Emissionen der Luftschadstoffe deutlich unterboten.

Die Ergebnisse der aktuellsten Emissionsmessungen haben wir Ihnen zum Download bereitgestellt:

Kamine der Entstaubungsanlagen des Stahlwerkes (Quellen E 1 und E 3), letzte Messung: Oktober 2014

Kamin Stoßofen Walzwerk (Quelle E 2), letzte Messung: Mai 2015

Kamin Entstaubung Zuschlagstoffe (Quelle E 4), letzte Messung: Juli 2015

Kamin Kondirator (Quelle E 20), letzte Messung: Oktober 2014

 

Die Auszüge aus den Original-Messberichten verdeutlichen, dass die Stahl-Produktion in Riesa dauerhaft weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte verläuft.

Alle Messungen wurden von zugelassenen Messstellen durchgeführt. Neue Ergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht. 

 

Lärmemissionen weiter gesenkt.

Maßnahmen zur Lärmreduktion sind unser wichtiges kontinuierliches Umweltziel. Die Lärmempfindung ist bei Menschen individuell sehr unterschiedlich, aber in jedem Einzelfall ernst zu nehmen.

Potenzielle Lärmquellen für den Gesamtstandort zu analysieren, im Schallquellenkataster zu bewerten und in Abstimmung mit den Behörden sowie der Öffentlichkeit geeignete Maßnahmen zur Lärmminderung zu ergreifen, gehört zum Alltag von FERALPI-STAHL.

Um vorhandene Lärmquellen exakt bestimmen und einordnen zu können, ist es hilfreich,

a) laufend Messungen an den Emissionsquellen und Immissionsorten durchzuführen sowie
b) ein detailliertes Lärmkataster relevanter Quellen zu erstellen und ständig fortzuschreiben.

Das Lärmkataster erzeugt ein digitales Abbild des Werkes mit allen Schallquellen und erlaubt die Identifizierung der lautesten Quellen. Es wird durch Fachgutachter kontinuierlich aktualisiert und zur Grundlage der Werksentwicklung und Lärmminderungsplanung nach dem Stand der Technik herangezogen.

 

laufende Kontrolle durch die Überwachungsbehörden

Im Zeitraum: 23.05.-14.07.2014 wurde durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie an einem Messpunkt im Wohngebiet „Am Gucklitz" eine Dauermessstation betrieben (Quelle: Auswertung des Landesamtes vom Oktober 2014).
Die Messung fand über einen Zeitraum von fast 7 Wochen statt. Die Messsignale wurden für alle Tag- und Nachtstunden aufgezeichnet. Zusätzlich fand bei Überschreitung eines bestimmten Pegelwertes eine Tonsignalaufzeichnung statt. Damit wurden für jeden Messtag sowohl die lauteste Nachtstunde als auch die Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit erfasst (Quelle: Auswertung des Landesamtes vom Oktober 2014).

Die Auswertung der Behörde ergab, dass „die geltenden Immissionswerte für die Tag- und Nachtzeit an den Immissionsorten eingehalten wurden".

Die Sichtung aller Daten der Geräuschmessung zeigte weiterhin, dass durch zahlreiche Fremdgeräusche, insbesondere die unmittelbar benachbarte Bahnlinie, Tiere, Rasenmäher und Wetter, der Pegel in dem Wohngebiet in langen Zeiträumen durch Fremdgeräusche bestimmt wird (Quelle: Auswertung des Landesamtes vom Oktober 2014).

 

regelmäßige Anlagenüberwachung im Auftrag ESF

Von September 2014 bis Juni 2015 erfolgten an allen 9 Immissionsorten im Anlagenumfeld wiederkehrende Überwachungsmessungen durch ein von den Behörden zugelassenes Gutachterbüro. Überprüft wurden dabei die Einhaltung der Richtwerte für den Tag- und Nachtzeitraum bei typischen Betriebsbedingungen (Vollauslastung der Produktionsanlagen) und ungünstigen Wetterlagen (Mitwind zum Immissionsort). 

Die Ergebnisse der aktuellen Lärmmessung haben wir Ihnen zum Download bereitgestellt:

Lärmmessung im Anlagenumfeld ESF, letzte Messung: September 2014 bis Juni 2015

 

Die Nacht-Immissionsrichtwerte von 46 bzw. 45 dB(A) werden nun im Vergleich zur letzten Überwachungsmessung in 2011 an allen Immissionsorten sicher eingehalten bzw. deutlich unterschritten.
Hier zeigen sich deutlich die Erfolge der zahlreichen in den letzten Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Lärmsenkung, die unsere Anwohner und Nachbarn spürbar entlasten (siehe S. 64 ff. Umwelterklärung 2015).

Am Tag kommt es an den drei Immissionsorten im Allgemeinen Wohngebiet „Am Gucklitz" (IO 7-9) zu Richtwert-Überschreitungen um 0,3...1,9 dB, bezogen auf den für das Stahl- und Walzwerk allein ursprünglich geltenden Immissionsrichtwert von 55 dB(A). Zusätzliche Erläuterungen dazu finden sich ab Seite 7 des Messberichtes.

Bei Anwendung der noch nicht rechtskräftigen neuen Richtwerte von 56 dB(A) für die IO 7-9 aus der Änderungsgenehmigung vom 14.11.2014 ist nur für den IO 9 eine leichte Richtwertüberschreitung von 0,9 dB(A) festzustellen.

Ein Messabschlag von 3 dB(A), der von der Überwachungsbehörde vergeben werden kann, kam bei der Bewertung der Überwachungsmessungen nicht zur Anwendung.

Durch die laufende Umsetzung zahlreicher Minderungsmaßnahmen aus dem aktuellen Konzept zur Emissionsminderung am Kondirator/Magnettrommel in 2015 ist eine weitere Reduzierung der Schallimmissionen an den IO's 7-9 von bis zu 0,9 dB(A) prognostiziert und somit wird eine Einhaltung aller Richtwerte erreicht. Dies wird nach Realisierung durch Messungen nachgewiesen.

Klarstellung: In der Umwelterklärung wurden die bis zum Redaktionsschluss 30.06.2015 vorliegenden Zwischenergebnisse der aktuellen Lärmmessungen veröffentlicht. Die gemessenen Tag- und die vollständigen Nachtwerte lagen für das allgemeine Wohngebiet „Am Gucklitz" zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vor.

Mit Datum 07.08.2015 wurde durch das beauftragte Messinstitut der Endbericht vorgelegt. Der nun vorliegende Messbericht enthält Werte, die von denen in der Umwelterklärung 2015 dargestellten sowohl positiv als auch negativ abweichen.

Ursache ist, dass bei der gutachterlichen Auswertung der Einzelmessungen Korrekturen für Fremdgeräusche und meteorologische Bedingungen vorgenommen werden mussten.
Allerdings gilt die Kernaussage der Grenzwerteinhaltung für die in der Umwelterklärung 2015 dargestellten Lärmwerte weiterhin.

 

Grenzwerte an den Arbeitsplätzen sicher eingehalten.

Für die Gesundheit unserer Mitarbeiter werden ebenfalls in regelmäßigen Abständen die Bedingungen an den Arbeitsplätzen durch externe Institutionen überprüft. Maßgebend hierfür ist die Einhaltung der geltenden Arbeitsplatz-Grenzwerte (AGW, ehemals MAK-Werte).

Die Ergebnisse der aktuellen Messkampagne vom Mai 2015, in der in den relevanten Arbeitsbereichen die Konzentration an Feinstaub (alveolengängige Staubfraktion; A-Staubfraktion) bestimmt wurde, zeigt die folgende Tabelle.

 


Grenzwert für Feinstaub (alveolengängige Staubfraktion; A-Staubfraktion): 1,25 mg/m³ (NEU ab 2018) bzw. 3,0 mg/m³

Ort

Probennahme

alveolengängige Staubfraktion
(A-Staubfraktion)
mg/m³
Uhrzeit   

Datum

Schrotthalle Tor 6 stationär 0,56 12:05    15:05   11/05/2015
Kabine Fuchsbagger (Schrotthalle, Bereich Tor 6) stationär 0,33 12:10   15:10   11/05/2015
Schrotthalle Tor 7 stationär 1,06 12:20   15:20   11/05/2015
Schrottplatz Krankabine 11, Bereich Osthalle (neue Filter v. 11.05.2015), neuer Filter schlechtere Abscheidung, fehlender Filterkuchen stationär 0,50 15:35   18:35   11/05/2015
Schrottplatz Krankabine 09, Bereich Westhalle (alte Filter, ca. 4 Wochen im Gebrauch), Filterkuchen hat sich aufgebaut, deshalb bessere Werte als K11 stationär 0,11 15:45   18:45   11/05/2015
Lesekabine Shredder stationär 2,33 15:55   18:25   11/05/2015
EDF Mattenhalle, Drahtzug 1 und 2 personengebunden 0,83 07:35   10:35   12/05/2015
EDF Mattenhalle, GSG 3 stationär 1,06 07:40   10:40   12/05/2015
EDF Mattenhalle, zwischen Schweißmaschinen G810, nur eine Maschine in Betrieb stationär 0,94 07:48   10:48   12/05/2015

 

Wie die Messungen belegen, wurden alle aktuell gültigen Arbeitsplatz-Grenzwerte deutlich unterschritten.

Kontakt Umweltmanagement

Mathias Schreiber
Umweltmanagement-beauftragter

ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH
Tel.: +49 3525 749-203
Fax: +49 3525 749-142
E-Mail: Mathias Schreiber