Stahl-Produktion startet 1843.

Riesas lange Tradition.

Zu den historischen Ereignissen von:

1725 bis 1945

1996 bis 2004

1945 bis 1990

2006 bis 2010

1991 bis 1995

2011 bis 2015

 

1725 Im Großraum Riesa wird erstmalig Eisen und Stahl produziert.

 

1843 Der 1842 gestellte Antrag wird genehmigt und somit beginnt die Errichtung eines Eisenhüttenwerkes in Riesa. Begründer waren die Gebrüder Heinrich und Alexander Schönberg. Nach englischem Vorbild werden Erz und Kohle in Puddelöfen, mithilfe von Dampfhämmern zu Roheisen verhüttet. Der Bau eines Walzwerkes sichert die Weiterverarbeitung des Stahls.

 

1849 Graf von Einsiedel erwirbt das Stahlwerk.

 

Ende 19. Jhd. Die zunehmende Bedeutung des Eisenbahnverkehrs sowie des Maschinenbaus eröffnen neue Einsatzgebiete. Achsen und Verbindungsplatten sind wichtige Erzeugnisse aus dem Riesaer Hüttenwerk. Im zusätzlich eingerichteten Rohrwerk startet die Fertigung patentgeschweißter Rohre. Aufgrund seiner Standortvorteile am Schifffahrtsweg der Elbe und an der Eisenbahnstrecke Dresden – Leipzig, erreicht Riesa eine Spitzenposition in der Schwerindustrie.

 

1911 Der Bau der ersten europäischen 110-kV Überlandleitung, von Lauchhammer nach Riesa, verbessert die Produktionsbedingungen im Stahlwerk erheblich.

 

Bis 1945 Kontinuierliche Produktion verschiedener Stahl-Erzeugnisse. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs sind es vor allem Rüstungskomponenten.

 

1945/46 Vollständige Demontage des Stahlwerks, um die Kriegsschulden gegenüber der Sowjetunion zu tilgen.

 

1947 Im Februar fließt im Riesaer „Eisenkonstruktions- und Formstahlwerk“ der erste Stahl nach Kriegsende.

 

1949-1989 Der Riesaer Stahlbetrieb wird in die Planwirtschaft der DDR eingebunden. Das Stahlwerk gewährleistet mit dem eigenen Ambulatorium, Kulturhaus, Sportstätten und Ferienheimen die soziale und kulturelle Betreuung seiner Beschäftigten und avanciert zum Vorzeigebetrieb.

 

1990 Mit der deutschen Wiedervereinigung wird die Aktiengesellschaft „Stahl- und Walzwerk Riesa AG“ mit dem Ziel gegründet, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten. Aufgrund der technisch veralteten Ausrüstung sowie des Zusammenbruchs traditioneller Absatzmärkte im Ostblock, erweist sich das Vorhaben als aussichtslos.

 

1991 Der italienische Stahl-Produzent Feralpi Siderurgica erwirbt 230.000 m² Grundstücksfläche, um hier ein modernes Stahlwerk zu errichten. Zur Vorbereitung des Geländes wird das alte Werk fast vollständig demontiert.

 

1992 Die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH (ESF) wird auf historischem Boden gegründet. Riesa feiert seinen Eintritt in das neue Zeitalter der Stahl-Produktion. Es umfasst den 75 t-Elektrolichtbogenofen, die Pfannenofenanlage L.F., die moderne Stranggießanlage mit 4 Linien sowie das Konti-Stabstahl- und Drahtwalzwerk für Bewehrungsstähle. Insgesamt entsteht eine der modernsten Anlagen in Europa, die mit verschiedenen Instrumenten die aktuellen Umweltschutz-Anforderungen innerhalb und außerhalb des Stahlwerks erfüllt.

 

1994 In der neuen Produktionsstätte fließt der erste Stahl.

 

1995 Inbetriebnahme des Walzwerkes. Seitdem verlassen das Stahlwerk jährlich 500.000 t Betonstahl.

 

1996 Im Rahmen des dritten Bauabschnitts wird mit der Kaltverarbeitung begonnen. Damit wird die Produktpalette um hochwertiges, gerecktes Material in Ringen erweitert.

 

1999 Gründung der Elbe-Schrott-Recycling GmbH (ESR) und Errichtung der Shredderanlage neben dem Stahlwerk. Mit dieser Kombination wird die effiziente und preisgünstige Schrottversorgung sichergestellt.

 

2001 In dem Jahr werden ca. 600.000 t Stahl und etwa 480.000 t Walzstahl produziert. Diese Leistung ermöglichen 370 Mitarbeiter.

 

2002 Die Elbe–Drahtwerke Feralpi GmbH (EDF) beginnt mit der Produktion von Listen- und Lagermatten. Die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH ersetzt Elektroenergie teilweise durch ein Sauerstoff-Erdgas-Gemisch. Dafür wird eine Luftzerlege-Anlage der Firma „Air Liquide“ auf dem Werksgelände errichtet. Sie ersetzt den riskanten Transport von Flüssigsauerstoff in Tankwagen.

 

2003 Verschmelzung der Elbe-Schrott-Recycling GmbH mit der Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH.

 

2004 In Italien wird die Feralpi Holding S.p.A. gegründet. Sie übernimmt die Leitung und Verwaltung der Feralpi-Firmen im In- und Ausland.

 

2006 Installation der neuen Aktivkohleinjektions-Entstaubungsanlage. Die Produktpalette der Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH wird um Abstandshalter erweitert.

 

2008 Mit knapp 600 Beschäftigten produziert die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH ca. 
1.000.000 t Fertigprodukte. 2009 Die Technologie zur Luftreinhaltung wird als beste verfügbare Technik beim Bundesumweltministerium angemeldet.

 

2010 Die Dioxin-Messungen erreichen ihr niedrigstes Niveau in der Firmengeschichte.

 

2011 Veröffentlichung der ersten eigenständigen, zertifizierten Nachhaltigkeitsbilanz für den Firmenstandort Riesa sowie die zwei ausländischen Drahtverarbeitungswerke in Kralupy/ Tschechien und Csepel/ Ungarn.

Die Schrotthalle wird auf einer Länge von 150 m geschlossen. Dadurch werden Staub- und Lärmemissionen reduziert.

Der Umschlag der Shredderleichfraktion erfolgt in einem geschlossenen Containersystem, dadurch Minderung der Staubfreisetzung.

 

2012 Erteilung der Änderungsgenehmigung nach § 16 BImSchG zur Energieerzeugung aus Abwärme der Stahlproduktion (Dampfproduktion (30 t/h), aus 20 t Dampf/h Stromerzeugung in einer ORC-Turbine (2,57 MW) i. V. mit der Errichtung einer Dampftrasse zur Versorgung externer Abnehmer (ca. 10 t Dampf/h)).

Inbetriebnahme leistungsfähigerer Befeuchtungsfahrzeuge für Fahrstraßen und Umschlagplätze, Inbetriebnahme neuer Kehrmaschinen.

Validierung der ersten Umwelterklärung nach EG Verordnung Nr. 1221/2009 (EMAS III) sowie für die materiellen Anforderungen nach DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) und Registrierung im europäischen EMAS-Register.

Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen von Feralpi Stahl in Riesa

 

2013 Erfolgreiches Überwachungsaudit für das Umweltmanagementsystem nach EG Verordnung Nr. 1221/2009 (EMAS III) sowie für die materiellen Anforderungen nach DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) aller Riesaer Unternehmen für das Jahr 2012.

Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationskampagnen, Bürgergesprächen und Runden Tischen

 

2014 Veröffentlichung der zweiten eigenständigen, zertifizierten Nachhaltigkeitsbilanz für den Firmenstandort Riesa sowie die zwei ausländischen Drahtverarbeitungswerke in Kralupy/ Tschechien und Csepel/ Ungarn, Berichtsjahre 2011 und 2012.

erfolgreiches Überwachungsaudit EMAS und bestandene Erstzertifizierung ISO 50001 (Energiemanagement)

Erteilung der Änderungsgenehmigung nach § 16 BImSchG zur Kapazitätserweiterung Stahlwerk auf 1.400.000 t/a und Walzwerk auf 1.200.000 t/a i. V. mit weitreichenden umwelt- und verfahrenstechnischen Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere zur schall- und lufttechnischen Optimierung der Produktion von ESF