Gefahrenabwehr - Feralpi und Feuerwehr üben Brand im Gleisbereich

27.09.2018

Auf dem Gelände des Riesaer Stahlwerkes ist es an einem abgelegenen Bereich aus ungeklärten Gründen zu einem Böschungsbrand, sowie zur Entzündung eines Güterwaggons gekommen. Auf dem Weg zurück in die Werkstatt der Elektrischen Instandhaltung der EDF Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH, hatte am Samstagvormittag der Schichtelektriker Herr Mario Lehmann, Rauch und Flammen bemerkt und sofort um 7:55 Uhr die Feuerwehr verständigt.

In diesem Gebiet, welches an die Güterverkehrsanlagen des Riesaer Bahnhofs angrenzt, wurde ein Böschungsbrand im Gleisbereich hinter der Kran- und Staplerschlosserei (Gleis 61) simuliert. Hierbei spielten die Vermittlung von Ortskenntnis (Erkundung Freileitungen, Lokalisierung Löschwasserentnahmestellen, Informationen aus Feuerwehrpläne etc.), die Nutzung vorhandener Feuerwehrbewegungsflächen sowie die Verfügbarkeit von Löschwasser aus der in 2010 errichteten Löschwasserzisterne eine zentrale Rolle. Die Kameraden mussten eine Wasserversorgung über ca. 40 m von einem Überflursauganschluss zwischen 2 Löschgruppenfahrzeugen über mehrere Gleise hinweg zu einem Brandherd aufbauen. Auch die Gefahr für Menschen war nicht auszuschließen ... das war das Szenario der Feuerwehreinsatzübung am 8. September 2018, bei der am Samstagmorgen insgesamt 15 Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehr Riesa-Gröba den Ernstfall probten.

Der Übungsverantwortliche der Feuerwehr Steffen Herrmann suchte nach einer Idee für eine Feuerwehrübung, um im Rahmen der jährlichen Wochenendschulung insbesondere den teils jungen Kameraden und Kameradinnen Grundkenntnisse zum Verhalten bei Bränden im Gleisbereich zu vermitteln, Führungsstrukturen zu überprüfen sowie das Know-how im Umgang mit Sprechfunk zu festigen. Ziele des Brandschutzbeauftragten waren es, Hinweise zur Verbesserung/Aktualisierung der Feuerwehrpläne zu gewinnen sowie die betriebsinternen Meldeketten zu testen.

 

Zum zeitlichen Ablauf der Übung:

  • Meldung des Schichtelektrikers an den Wachdienst um 07:56 Uhr, dieser begab sich folgerichtig anschließend zum Zufahrtsbereich des Werkes (LKW Waage)
  • Integrierte Regionalleitstelle Dresden alarmierte die Feuerwehr um 07:57 Uhr
  • Meldung des Wachdienstmitarbeiters an den Brandschutzbeauftragten um 07:58 Uhr
  • Ankunft des Feuerwehrfahrzeuges am Werkszugang 08:03 Uhr
    (3 min Einweisung durch Wachdienst, Übergabe Feuerwehrpläne, Begleitung der Feuerwehr zum Brandherd durch Lotsen)
  • Ankunft des Feuerwehrfahrzeuges am Einsatzort 08:09 Uhr
  • Angriffstrupp mit Atemschutz und erstes Strahlrohr mit Wasser 08:20 Uhr

 

Das verwendete Löschgruppenfahrzeug LF10/6 ist ein klassisches Arbeitstier in der Feuerwehr-Welt ... mit dem 1200 L Wassertank deckt es für den Erstangriff ein enorm breites Spektrum verschiedenster Einsätze ab. Der Aufbau der Löschwasserversorgung mit dem zweiten Löschgruppenfahrzeug (LF16-TS) bereitete der alarmierten Einsatzmannschaft insgesamt aber deutlich mehr Arbeit als die eigentliche Brandlöschung. Eine „Übung zum Wachwerden", so bewertete zufrieden der Stadtteilwehrleiter Maik Wähler die Leistung der Gröbaer Kameraden in der gemeinsamen Nachbesprechung.

 

Fazit:

Die drei Organisatoren sind sich einig, dass durch die Feuerwehrübung wiederholt Kenntnisse über betriebsinterne Abläufe verbessert und zugehörige Meldeketten verdeutlicht werden konnten. Positiv zu nennen sind die schnellen und sicheren Reaktionen des diensthabenden Wachdienstmitarbeiters Herrn Philipp der elko Sicherheit GmbH und auch des o.g. Feralpi Mitarbeiters Herrn Lehmann, welche die notwendigen Feuerwehrpläne incl. örtlicher Einweisung der Rettungskräfte sicherstellten.

Als Empfehlung des Betriebsleiters für Anschlussbahnen Herrn Jens Apitz sollte die innerbetriebliche Meldekette im Zusammenhang mit notwendigen Gleissperrungen im Rahmen der Arbeitsschutzunterweisungen diskutiert werden. Auf einen freien Zugang zu Brandschutz- und Sicherheitseinrichtungen, sowie Löschwasserentnahmestellen muss stets konsequent von jedem Mitarbeiter geachtet werden.

Für die sehr gute Zusammenarbeit möchte sich Feralpi Stahl noch einmal bei der Feuerwehr Riesa-Gröba bedanken und würde sich über weitere gemeinsame Aktivitäten (wie zum Beispiel die Übung am 8. September 2018) in der Zukunft freuen.

 

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Denis Malluschke

Fachkraft für Arbeitssicherheit / Brandschutzbeauftragter

Telefon: 03525 / 749 162

E-Mail: denis.malluschke@feralpi.de