Ausgezeichnete Energieeffizienz- und Umweltschutzmaßnahmen bei FERALPI STAHL

Riesaer Stahlhersteller als erstes sächsisches Unternehmen in die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen aufgenommen

 

Riesa, 20. Februar 2018. Am heutigen Dienstag zeichnete Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries gemeinsam mit Vertretern des Bundesumweltministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) FERALPI STAHL für besondere Leistungen im Klimaschutz und als Vorreiter bei Energieeinsparungen aus. Der Riesaer Stahlhersteller wurde in die branchenübergreifende Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen“ aufgenommen. Dr. Matthias Schreiber, im Unternehmen für Umwelt- und Strahlenschutz verantwortlich, erhielt die Aufnahme-Urkunde aus den Händen der Ministerin. Neben dem Riesaer Stahlhersteller wurden noch drei weitere Unternehmen für ihre Klimaschutzmaßnahmen ausgezeichnet. Feralpi ist das erste sächsische Unternehmen, dem diese Ehre zuteil wird. 

 

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Unsere Wirtschaft braucht Unternehmen, die zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz kein Widerspruch sind. Die Klimaschutz-Unternehmen sind Vorbilder für andere Unternehmen und zeigen innovative Beispiele des Energiesparens auf. Ich wünsche mir, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen.“ 

Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, unterstreicht das Anliegen der Initiatoren: „Green Economy ist eine große Chance für Deutschland. Die Klimaschutz-Unternehmen sind Leuchttürme und zeigen, wie wir unser Wissen und unsere Produkte in diesem Bereich erfolgreich vermarkten können – für die gute Sache und für das gute Geschäft.“

 

„Verantwortung zu übernehmen für Mensch und Umwelt und zugleich wirtschaftlich erfolgreich zu handeln, ist die Unternehmensphilosophie von FERALPI STAHL“, erklärt Werksdirektor Frank Jürgen Schaefer. „Innovative Produktionsverfahren und intensive Recyclingbemühungen führten zu enormen Energieeinsparungen und Emissionsreduzierungen an verschiedensten Stellen unseres Unternehmens. Unsere Aktivitäten werden wir auch in Zukunft fortsetzen, um Ressourcen effizient und energiesparend einzusetzen, unsere Stromverbräuche weiterhin und dauerhaft zu reduzieren und letztlich die als schmutzige Industrie verpönte Branche durch zukunftsgewandte und umweltschonende Prozesse zu revolutionieren.“ 

 

Zweimal im Jahr nimmt die Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen“ neue Mitglieder auf. Die Unternehmen müssen zuvor in einem anspruchsvollen Aufnahmeverfahren ihre Klimaschutzleistungen unter Beweis stellen. Sie werden dabei sowohl von einem unabhängigen Fachgutachter analysiert als auch von einer Expertenjury geprüft. Insgesamt 36 Unternehmen aus ganz Deutschland sind aktuell in der Initiative vertreten.

 

Konkrete Maßnahmen bei FERALPI STAHL

Seit vielen Jahren investiert der Riesaer Stahlhersteller in die beste verfügbare Technik, um damit die Emissionswerte dauerhaft unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zu halten. Dies bestätigen auch die EMAS-Zertifizierungen der vergangenen Jahre. 

Einen großen Stellenwert besitzt das Thema Recycling: So wird beispielsweise der erzeugte Stahl ausschließlich aus bis zu 1,2 Mio. Tonnen Stahlschrott pro Jahr hergestellt, der andernfalls kostenintensiv entsorgt werden müsste. Natürliche Ressourcen werden geschont, denn es müssen keine weiteren Bodenschätze wie Eisenerz zugeführt werden. 

Das eingesetzte Verfahren im Elektrolichtbogenofen spart im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsprozessen mit Hochofen und Blasstahlwerk bis zu 40 Prozent Energie und erzeugt zudem rund 20 Prozent weniger CO2. 

Aus der Abwärme des Schmelzofens werden bis zu 35 Tonnen Sattdampf pro Stunde erzeugt. Der daraus gewonnene Strom wird für die Stahlerzeugung genutzt, darüber hinaus erhält das Riesaer Reifenwerk Heißdampf für die Reifenproduktion. 

Vor seiner Verarbeitung wird der Stahlschrott noch einmal gereinigt und aufbereitet. Dadurch wird die Produktion effizienter: Der Stromverbrauch reduziert sich um 15 Prozent, die Schlackenmenge vermindert sich um 60 Prozent und der Verbrauch von Legierungselementen und Graphitelektroden ist jeweils um 10 Prozent geringer. 

Generell hat sich FERALPI STAHL vorgenommen, bis zum Jahr 2020 die spezifischen Stromverbräuche durch die bereits umgesetzten und weitere geplante Effizienzmaßnahmen gegenüber 2008 um 14 Prozent zu senken.

 

 

Urkundenverleihung der Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e.V. im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin (v.l.n.r.: Dr. Hermann Hüwels, Bereichsleiter DIHK, Dr. Mathias Schreiber, Leiter Umwelt- und Strahlenschutz der ESF Elbe Stahlwerke Feralpi GmbH, Brigitte Zypies, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Berthold Goeke, Unterabteilungsleiter Bundesumweltministerium, Wolfgang Saam, Geschäftsführer Klimaschutz-Unternehmen)

 

Der Abdruck des Pressebildes ist honorarfrei möglich, bitte vermerken Sie das Copyright „Elbe Stahlwerke Feralpi/Bildschön/Runge"

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen: 

Dipl.-Ing. Frank Jürgen Schaefer

Werksdirektor


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