Von der Elbe an den Gardasee – Feralpi-Azubis auf Stippvisite bei der Stahlproduktion in Italien

27. November 2018

Dass die Stahlproduktion heute mehr denn je auf nachhaltige Lösungen und umweltschonende Prozesse setzt, ist in der Branche kein Geheimnis mehr. Denn bei den normierten Produkten für die Bauindustrie, wie sie auch Feralpi herstellt, braucht es mehr als hohe Qualität und Kundenverständnis. Vielmehr geht es darum, Technologien zu nutzen und Prozesse so zu optimieren, dass die Herstellung von Stahl so umweltschonend für Mensch und Umwelt wie nur möglich ist.

Wie groß dabei die Vorreiterrolle von Riesa in der europaweit tätigen Feralpi Gruppe ist, konnte jetzt auch der sächsische Stahl-Nachwuchs erleben. Zehn Auszubildende machten sich mit zwei Kleinbussen auf den Weg ins 900 Kilometer entfernte Mutterwerk im italienischen Lonato am Gardasee, um während eines zweiwöchigen Praktikums in den Austausch mit den italienischen Kollegen zu kommen, voneinander zu partizipieren und auch interkulturelle Hürden zu überspringen.

Den ganzen Tag lang schnupperten die angehenden Verfahrens- und Industriemechaniker zwischen dem zweiten und vierten Lehrjahr in verschiedene Bereiche der italienischen Kollegen. So waren sie im Stahlwerk, in den Walzwerken und in der Drahtverarbeitung auf Stippvisite und durften auch selbst Hand in ihren Fachbereichen anlegen. Schnell war klar, dass Riesa als sauberstes Stahlwerk Deutschlands mit der verwendeten Besten Verfügbaren Technik Maßstäbe in der gesamten Eisen- und Stahlindustrie setzt und auch in Lonato als Impulsgeber dient. Sich gegenseitig zu beflügeln, gehört deshalb seit Beginn an zum gelebten Alltag beider Feralpi-Standorte.

Ein Freizeitprogramm mit Besuchen des Eisenmuseums in Odolo, der Stiftung Ugo da Como in Lonato, des Ferrari-Museums in Maranello oder des Freizeitparks Gardaland rundeten die Italienreise ab.

Personalleiter Kai Holzmüller sowie die Kollegen aus den Fachabteilungen begleiteten neben der Berufsschullehrerin Peggy Jähn, die Jugendlichen teilweise. Sein Fazit: „Gerade, wenn man in einem Unternehmen über Landesgrenzen hinweg zusammenarbeitet, sind gegenseitiges Verständnis und Kenntnisse über die Gegebenheiten vor Ort besonders wichtig. Beides lässt sich nur entwickeln, wenn man die Perspektive der Kollegen vor Ort genau kennt." Das sieht auch Michael Hampsch, Leiter des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft Riesa so. Er hatte den Anstoß zu der Fahrt, die über das Erasmus-Plus-Programm der EU finanziert wurde, gegeben.

Als Teil der Berufsausbildung sollen solche Praktika auch zukünftig die Basis für eine optimale grenzübergreifende Zusammenarbeit legen und die interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen fördern. Besonderer Dank gilt allen Betreuern, darunter Riccardo Bottoni, Enrico Colombo, Jan Karl und Roland Meißner, die mit viel persönlichem Engagement diesen Austausch möglich gemacht haben.

 

Von der Elbe an den Gardasee – Feralpi-Azubis auf Stippvisite bei der Stahlproduktion in Italien