Feralpi Stahl- Umwelt- maßnahmen

Weit unter Grenzwert.

Unsere Stahlproduktion wird streng überwacht. Die Einhaltung der gesetzlich fixierten Grenzwerte wird penibel kontrolliert. 

 

Emissionen der Luftschadstoffe deutlich unterboten.

Für die konstante Beobachtung der Emissionen wurde an beiden Kaminen unseres Stahlwerkes moderne Mess- und Auswertetechnik installiert. Seit Oktober 2007 ermöglicht sie den Kontrollbehörden den permanenten Einblick in die Emissionswerte. Auch hier kommt eine innovative Lösung zum Einsatz – die Emissionsfernüberwachung (EFÜ). Im Jahr 2018 erfolgte eine komplette Modernisierung der Messtechnik entsprechend der neuesten technischen Standards in Absprache mit der Überwachungsbehörde.

 

Die Ergebnisse der aktuellsten diskontinuierlichen Emissionsmessungen haben wir Ihnen zum Download bereitgestellt:

Kamine der Entstaubungsanlagen des Stahlwerkes (Quellen E 1 und E 3), letzte Messung: August 2018

Kamin Stoßofen Walzwerk (Quelle E 2), letzte Messung: Mai 2018

Kamin Entstaubung Zuschlagstoffe (Quelle E 4), letzte Messung: Mai 2018

Kamin Kondirator (Quelle E 20), letzte Messung: Mai 2016

Kamin Entstaubung Fallwerk (Quelle E 7.2), letzte Messung: April 2018

 

Alle Messungen wurden von zugelassenen Messstellen durchgeführt. Neue Ergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht.

Die Auszüge aus den Original-Messberichten verdeutlichen, dass die Stahl-Produktion in Riesa dauerhaft weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte verläuft.

In der folgenden Übersicht werden die Mittelwerte der aktuellen Emissionsmessung von Dioxinen / Furanen und coplanaren (dioxinähnlichen) Polychlorierten Biphenylen (PCDD/F+PCBcoplanar) an den Entstaubungsanlagen E 1 und E 3 dargestellt. Die alte Entstaubungsanlage (E 1) weist einen Mittelwert von 0,002 ng/Nm³ auf und die neue Entstaubungsanlage (E 3) einen Mittelwert von 0,004 ng/Nm³, im Mittel entspricht dies 0,003 ng/Nm³ PCDD/F/PCB. Der Grenzwert von 0,1 ng/Nm³ wird damit, wie bei den vorherigen Messungen, sehr deutlich unterschritten. Dies wird durch den Einsatz hochmoderner Entstaubungsanlagen ermöglicht. Erneute Messungen finden im Jahr 2020 statt.

 

Kampagne Messungen vom 07.-10.08.2018
Entstaubung E 1 (alte Entstaubung) E 3 (neue Entstaubung)
Messung 1 2 3 4 1 2 3 4

Summe PCDD/F/PCB
(WHO2005) (ng/Nm³)

0,001 0,003 0,002 0,002 0,006 0,004 0,006 0,001
Mittelwert 0,002 0,004
0,003
Mittelwert Volumenstrom 529.117 593.712

 

 

 

Lärmemissionen weiter gesenkt.

Maßnahmen zur Lärmreduktion sind ein wesentliches kontinuierliches Umweltziel von Feralpi Stahl.

Die Lärmempfindung ist bei Menschen individuell sehr unterschiedlich, aber in jedem Einzelfall ernst zu nehmen.

Um vorhandene Lärmquellen exakt bestimmen und einordnen zu können, wurde ein detailliertes Lärmkataster erstellt. Dieses Kataster erzeugt ein digitales Abbild des Werkes mit allen Schallquellen und erlaubt die Identifizierung der lautesten Quellen. Es wird kontinuierlich aktualisiert und zur Grundlage der Werksentwicklung und Lärmminderungsplanung nach dem Stand der Technik herangezogen.

Dazu werden laufend Messungen an den Emissionsquellen und Immissionsorten durchgeführt:

In der Zeit zwischen April 2016 und Dezember 2017 erfolgten durch eine zugelassene Messfirma im Rahmen der Genehmigung zum Betrieb der ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH in Riesa schalltechnische Überwachungs- und Abnahmemessungen. Dabei wurden die von der Gesamtanlage an der nächstgelegenen Wohnbebauung im Tag- und Nachtzeitraum verursachten Beurteilungspegel ermittelt:

 

 

Lärmmessungen

 
1) zwei Nacht-Ergebnisse (beide Produktlinien: Stabstahl und Walzdraht)
2) Betriebszeiten für Walzwerk, Kondirator/Shredder, Schrottplatz gemäß Genehmigung eingerechnet
3) benachbarte ESF-Schrottplätze zur Zeit der Messung nicht genutzt, Werksgeräusch kaum nachweisbar

Die Messung und Auswertung ergab für die für das Stahl- und Walzwerk festgelegten Immissionsorte, dass tags und nachts an keinem Immissionsort eine Richtwert-Überschreitung vorliegt. Ein Messabschlag für Überwachungsmessungen, der ggf. von der Überwachungsbehörde vergeben werden kann, wurde nicht berücksichtigt.
 

Zur Kontrolle der Einhaltung der Immissionswerte im Wohngebiet „Am Gucklitz" erfolgte zusätzlich innerhalb eines Messzeitraumes von fast 100 Tagen vom 25.05.-30.08.2018 am IO 7 eine kontinuierliche Schallpegelmessung. Die Untersuchungen ergaben, dass am Messort sämtliche von der Genehmigungsbehörde festgesetzte Immissionsrichtwerte sicher eingehalten wurden. Dabei stellt der ermittelte Beurteilungspegel eine obere Abschätzung (Maximum) dar. Letztlich konnte auch keine Überschreitung des Spitzenpegelkriteriums – weder tags noch nachts – festgestellt werden. Ein Messabschlag, der bei Überwachungsmessungen zulässig wäre, wurde auch bei diesen Messungen nicht in Anspruch genommen.


Dauer-Lärmmessung IO 7 „Am Gucklitz 19", Messbericht vom 28.12.2018

 

 

Grenzwerte an den Arbeitsplätzen sicher eingehalten.

Für die Gesundheit unserer Mitarbeiter werden ebenfalls in regelmäßigen Abständen die Bedingungen an den Arbeitsplätzen durch externe Institutionen überprüft. Maßgebend hierfür ist die Einhaltung der geltenden Arbeitsplatz-Grenzwerte (AGW, ehemals MAK-Werte).

Die Ergebnisse der aktuellen Messkampagne vom Mai 2015, in der in den relevanten Arbeitsbereichen die Konzentration an Feinstaub (alveolengängige Staubfraktion; A-Staubfraktion) bestimmt wurde, zeigt die folgende Tabelle.

 


Grenzwert für Feinstaub (alveolengängige Staubfraktion; A-Staubfraktion): 1,25 mg/m³ (NEU ab 2018) bzw. 3,0 mg/m³

Ort

Probennahme

alveolengängige Staubfraktion
(A-Staubfraktion)
mg/m³
Uhrzeit   

Datum

Schrotthalle Tor 6 stationär 0,56 12:05    15:05   11/05/2015
Kabine Fuchsbagger (Schrotthalle, Bereich Tor 6) stationär 0,33 12:10   15:10   11/05/2015
Schrotthalle Tor 7 stationär 1,06 12:20   15:20   11/05/2015
Schrottplatz Krankabine 11, Bereich Osthalle (neue Filter v. 11.05.2015), neuer Filter schlechtere Abscheidung, fehlender Filterkuchen stationär 0,50 15:35   18:35   11/05/2015
Schrottplatz Krankabine 09, Bereich Westhalle (alte Filter, ca. 4 Wochen im Gebrauch), Filterkuchen hat sich aufgebaut, deshalb bessere Werte als K11 stationär 0,11 15:45   18:45   11/05/2015
Lesekabine Shredder stationär 2,33 15:55   18:25   11/05/2015
EDF Mattenhalle, Drahtzug 1 und 2 personengebunden 0,83 07:35   10:35   12/05/2015
EDF Mattenhalle, GSG 3 stationär 1,06 07:40   10:40   12/05/2015
EDF Mattenhalle, zwischen Schweißmaschinen G810, nur eine Maschine in Betrieb stationär 0,94 07:48   10:48   12/05/2015

 

Wie die Messungen belegen, wurden alle aktuell gültigen Arbeitsplatz-Grenzwerte deutlich unterschritten.

 

Aktuell durchgeführte Maßnahmen und Informationen erfahren Sie in der Umwelterklärung 2019.

Weitere Informationen können auf Anfrage bereitgestellt werden.

Kontakt Umweltmanagement

Dr. Mathias Schreiber 
Leiter Integriertes Managementsystem

ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH
Tel.: +49 3525 749-203
Fax: +49 3525 749-142
E-Mail: Mathias Schreiber